Aktuelles
Bezirk Tulln

Das Leben wieder leistbar machen – auch im Bezirk Tulln

03.12.2025
LAbg. Doris Hahn und GVV-Bezirksparteivorsitzender Vzbgm. Horst Scheed präsentieren NÖ-Plan des LT-Klubs der SPÖ NÖ: „Leben wieder leistbar machen – auch hier bei uns in der Region“
Im Rahmen einer regionalen Pressekonferenz präsentierten heute Bezirksvorsitzende LAbg. Doris Hahn sowie GVV-Bezirksvorsitzender Vzbgm. Horst Scheed die zentralen Forderungen des Niederösterreich-Plans mit den Auswirkungen auf den Bezirk. Erarbeitet wurde dieser unter Gesamtleitung von Landesrat Sven Hergovich und SPÖ NÖ-Klubobmann LAbg. Hannes Weninger federführend von den SPÖ NÖ-Landtagsabgeordneten und weiteren über 100 Expertinnen und Experten. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Wohnen, Energie, Kinderbetreuung und regionaler Entlastung.
 
Wohnen wird zur Armutsfalle – SPÖ fordert Entlastung
Laut aktuellen Daten liegen die durchschnittlichen Miet-Kosten in der Region Tulln mittlerweile bei € 1.087,56. Grundstück und Hausbau sind für viele junge Familien ohnehin schon ein finanzielles Ding der Unmöglichkeit. Dafür müssten im Bezirk bereits rund € 657.977,70 auf den Tisch gelegt werden. Junge Menschen und Familien geraten dadurch zusehends unter Druck, weiß LAbg. Hahn: „Wenn Wohnen zur größten monatlichen Belastung wird, dann läuft etwas schief. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Für viele junge Menschen ist ein selbstständiges Leben kaum mehr möglich. Genau hier setzt der NÖ-Plan an – mit leistbaren Grundstücken, einem starken Bodenfonds und gemeinnützigem Wohnbau statt Spekulation.“
Der Rückgang beim Wohnungsneubau verschärft die Lage zusätzlich: Landesweit droht ein Rückgang des geförderten Wohnbaus bis 2026 auf nur mehr 660 Einheiten. Vzbgm. Scheed: „Die schwarz-blaue Landeskoalition schaut zu, wie der Wohnbau einbricht. Wir schauen nicht zu – wir legen Lösungen auf den Tisch. Unser Ziel ist klar: Leistbares Wohnen in jeder Gemeinde, nicht nur am Papier, sondern in der Realität der Menschen.“
 
Energiepreise explodieren – EVN-Gewinne gehen an der Bevölkerung vorbei
Die Energiekosten belasten Haushalte und Betriebe weiterhin massiv. Gleichzeitig hat die EVN seit 2022/23 mehr als 1,5 Milliarden Euro Gewinn eingefahren. LAbg. Doris Hahn: „Unsere Haushalte zahlen Strompreise, die um 35 % höher sind als in Tirol – aber die Rekordgewinne der EVN landen nicht bei den Menschen. Mit einer Milliarde Euro könnten die Strompreise sofort halbiert werden. Dieses Geld gehört den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern.“
Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt zahlt aktuell 5–6 Monatsenergierechnungen zu viel – ein Betrag, der für viele kaum noch zu stemmen ist.
 
Kinderbetreuung: Mehr Qualität, mehr Öffnungszeiten, weniger Kosten
Ein weiterer Schwerpunkt der regionalen SPÖ-Forderungen betrifft die Kinderbetreuung.
Vzbgm. Horst Scheed: „Die VIF-Kriterien für eine voll berufskompatible Betreuung sind in Niederösterreich in fast 54 Prozent der Gemeinden gegeben. Für die übrigen über 46 Prozent braucht es nun eine rasche Kraftanstrengung des Landes NÖ, um zu gewährleisten, dass 100 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in den Genuss eines optimalen Angebots für optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu kommen. Familien brauchen Verlässlichkeit – und genau die liefert der NÖ-Plan: ein ganztägiges, ganzjähriges und kostenloses Angebot ab dem 1. Lebensjahr.“
Mit dem SPÖ-Modell würden Familien um bis zu 100 Euro monatlich pro Kind entlastet.
 
„Unser Ziel ist ein lebenswerter Bezirk Tulln und ein leistbares Leben in Niederösterreich“
LAbg. Doris Hahn: „Der NÖ-Plan ist ein Angebot an die Menschen. Er ist budgetneutral, durchgerechnet und lösungsorientiert. Wir wollen ein Niederösterreich, in dem man sich das Leben wieder leisten kann – speziell hier bei uns im Bezirk Tulln.“
Vzbgm. Scheed: „Die Herausforderungen bei Wohnen, Energie und Betreuung treffen alle Bezirke unterschiedlich stark. Deshalb ist es wichtig über die Entwicklungen im Bezirk auch offen zu reden und schlechte Entwicklungen zu thematisieren, um sie gemeinsam lösen zu können.“
Die SPÖ im Bezirk Tulln lädt Gemeinde-Vertreter:innen, Vereine, Betriebe und Bürger:innen ein, den NÖ-Plan gemeinsam zu diskutieren und weiterzuentwickeln, damit am Ende die besten Lösungen gefunden werden. Damit die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sicher sein können, dass in ihrem Bundesland in allen relevanten Themenbereichen der richtige Weg eingeschlagen wird.
Fotos: SPÖ Bezirksorganisation Tulln

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